Gedenken an die Deportation der Münchner Sinti und Roma am 13. März 1943

Vor 82 Jahren, am 13. März 1943, veranlasste die Münchner Polizei die Deportation von 141 Sinti und Roma aus München und Umgebung in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. In diesem Jahr jährt sich die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und damit der wenigen überlebenden Sinti und Roma aus den Konzentrationslagern zum 80. Mal.

Bereits am 8. März 1943 begannen in München die Verhaftungen ganzer Familien. Bis heute ist die Zahl der ermordeten Frauen, Männer und Kinder nicht exakt zu bestimmen; der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma geht von insgesamt etwa 500.000 Menschen aus, die den Mordaktionen und den grausamen Bedingungen in den Konzentrationslagern zum Opfer fielen.

Nach Kriegsende setzten sich die Diskriminierung und Kriminalisierung der wenigen Überlebenden in Behörden, Schulen und Institutionen fort. Sie erfuhren weder eine Anerkennung als Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, noch erhielten sie Entschädigungsleistungen. Die Täter*innen hingegen konnten in den allermeisten Fällen ihre Karrieren ungebrochen weiterführen. Auch heute noch sehen sich Angehörige der Minderheit mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert.

Die Landeshauptstadt München ehr die Opfer dieses Völkermords mit einem Gedenktag am 13. März.

Gedenkveranstaltung 

Donnerstag, 13. März 2025, 16:00 Uhr, Platz der Opfer des Nationalsozialismus: 
Öffentliche Namenslesung zum Gedenken an die deportierten Sinti und Roma

Donnerstag, 13. März 2025,18:00-21:00 Uhr, NS-Dokumentationszentrum München
Projektion der Namen der aus München deportierten und ermordeten Sinti und Roma an die Fassade des NS-Dokumentationszentrums München

Donnerstag, 13. März 2025, 19:00 Uhr in der Karmeliterkirche
Gedenkveranstaltung

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Gedenktag finden Sie hier