Aktuelle Pressemitteilungen
Im Archiv finden sich alle Pressemeldungen nach Jahren sortiert.
Gemeinsames Gedenken: Feierlichkeit mit großem Rahmenprogramm anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau
MÜNCHEN / Dachau, 01. Mai 2022 – Am Sonntag, 1. Mai 2022, kamen ca. 250 Besucherinnen und Besucher in der KZ-Gedenkstätte Dachau zusammen, um an die Befreiung des Konzentrationslagers vor 77 Jahren zu erinnern und der Opfern zu gedenken. Prof. Dr. Michael Piazolo, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, hielt die Rede beim zentralen Gedenken am ehemaligen Appellplatz. Karl Freller, Stiftungsdirektor Bayerische Gedenkstätten, betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Ortes und skizzierte konkrete Pläne für seine Zukunft: „KZ-Gedenkstätten sind zentrale Erinnerungs- und Vermittlungsorte für die nationalsozialistischen Verbrechen und dienen als steinerne Zeugen der Nachwelt zur Mahnung … Sie zu erhalten ist eine immerwährende Aufgabe und Verpflichtung.“
Fast 600 Menschen erinnern gemeinsam: Feierlichkeiten anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg
MÜNCHEN / FLOSSENBÜRG, 25. April 2022 – Nachdem in den letzten beiden Jahren aufgrund der Pandemie der öffentliche Gedenkakt anlässlich des Befreiungstages des Konzentrationslagers Flossenbürg entfallen musste, kamen am Sonntag, 24. April 2022, fast 600 Menschen nach Flossenbürg, um den Opfern des Konzentrationslagers zu gedenken. Unter ihnen waren sechs Überlebende und zahlreiche Angehörige ehemaliger Häftlinge aus aller Welt. Staatsministerin Claudia Roth betonte in ihrer Rede die Freiheit als höchstes Gut unserer Gesellschaft. Wie sie, wandte sich auch Stiftungsdirektor Karl Freller in seinem Grußwort explizit gegen den Krieg und die Gewalt der Russischen Föderation gegen die Ukraine.
Neue Sonderausstellung „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“
Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten informiert zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung – Stiftungsdirektor Karl Freller: „Die Fragen nach Gerechtigkeit und dem Umgang mit der Vergangenheit sind bis heute aktuell." Die Sonderausstellung „Dachauer Prozesse – Verbrechen, Verfahren und Verantwortung“ zeigt die Tatorte der Verbrechen. Sie informiert über die rechtlichen Grundlagen, stellt Angeklagte, Zeugen und Gerichtspersonal vor und gibt einen Überblick über einzelne Verfahren und deren Folgen. Auch die breite mediale Resonanz wird thematisiert.
Anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des KZ Dachau: Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten informiert zum Gedenkakt und zum umfangreichen Rahmenprogramm
MÜNCHEN / Dachau, 21. April 2022 – Der Gedenkakt anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau findet am Sonntag, 1. Mai 2022, ab 9:30 Uhr statt. „Wir freuen uns sehr, in diesen ausgesprochen schwierigen Zeiten nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder eine große Präsenzveranstaltung mit Überlebenden des KZ Dachau und ihren Angehörigen begehen zu können“, so Stiftungsdirektor Karl Freller. Einer der Redner wird Abba Naor sein, Holocaust-Überlebender und Vizepräsident des Comité International de Dachau. Auch der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Prof. Dr. Michael Piazolo, spricht.
Stellungnahme anlässlich der Befreiungsfeiern an den KZ-Gedenkstätten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts:
„Am 24. April 2022 und am 01. Mai 2022 gedenkt die Stiftung Bayerische Gedenkstätten an den KZ-Gedenkstätten Flossenbürg und Dachau der Befreiung dieser beiden Konzentrationslage im April 1945. Die Feierlichkeiten sind dem Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Massenverbrechen gewidmet. Die ehemaligen Häftlinge und ihre Familien stehen im Mittelpunkt der beiden Veranstaltungen. Die präzedenzlosen Verbrechen, die in deutschem Namen begangen wurden, nehmen uns aber auch heute in die Pflicht, unser Zusammenleben nach den Prinzipien von Recht und Gerechtigkeit zu gestalten, die Achtung vor der Würde und der Freiheit der Menschen in das Zentrum unseres Denkens und Handelns zu stellen und die Einhaltung der unverletzlichen Grundrechte als unseren Kompass zu bewahren. Diese unverrückbaren Positionen und Prinzipien werden von der Russischen Föderation und der Republik Belarus mit ihrem Überfall auf die Ukraine in gröbster Weise verletzt und außer Kraft gesetzt. Vor diesem Hintergrund haben wir die offiziellen Vertreter der Russischen Föderation und der Republik Belarus gebeten, von einer Teilnahme an den genannten Feierlichkeiten abzusehen. Selbstverständlich aber sind die russischen und weißrussischen ehemaligen Häftlinge der Konzentrationslager Flossenbürg und Dachau wie auch ihre Familien von Herzen eingeladen, am 24. April nach Flossenbürg und am 01. Mai nach Dachau zu kommen. Dieses Vorgehen ist eng abgestimmt mit der Leiterin der Gedenkstätte Dachau, Frau Dr. Gabriele Hammermann, und mit dem Leiter der Gedenkstätte Flossenbürg, Prof. Dr. Jörg Skriebeleit.“ Karl Freller, Direktor Stiftung der Bayerischen Gedenkstätten
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